Dienstag, 30. September 2008

Angetäggert

Egal, wie unauffällig man sich in der Blogger-Welt bewegt, irgendwann erwischt einen der Tagger ;-) Und diesmal kam er sogar doppelseitig – von Ivi UND Nice. Zwei-Fronten-Krieg sozusagen. *gg*

Also heißt das Thema unserer heutigen Talk-Show: "Das gehört so" - Meine Macken !!! Und ich weiß schon jetzt, dass da nix Gescheites bei rauskommt ;-)

Hier also meine drei Lieblingsmacken (ja, ja, leider gab es eine Mengenbegrenzung … die wussten schon, warum ;-)

1. Ich bin ein Alles-auf-den-letzten-Drücker-Erlediger … und zwar Hardcore! Ich wurde schon so geboren. Das heißt: eigentlich wurde ich mit einer Woche Verzeitigung geboren und wahrscheinlich ist mein Unterbewusstsein deshalb der Meinung, seine Schuldigkeit an Pünktlichkeit bereits übererfüllt zu haben und strebt nun nach Erfüllung in Dauerverspätung. Es ist nicht so, dass ich nicht versucht hätte, mich selber auszutricksen. Ich hab überdimensionale To-Do-Listen geschrieben, um sie dann mit konstanter Boshaftigkeit zu ignorieren. Ich hab Zeitpläne erstellt, die jeden Controller in Entzückung geraten lassen, bei MIR aber überhaupt nix fruchten. Und das Schlimmste ist: Die Erfahrung gibt mir auch noch recht. Ironie des Schicksals nennt man das wohl. Schon zu Schulzeiten hab ich Bilder in letzter Minute gemalt, kilometerlange Essays über Nacht geschrieben und Ausarbeitungen in der Pause vor der betreffenden Schulstunde erledigt und damit Bestnoten erzielt. Unter Druck wachse ich einfach über mich hinaus *ggg* … und falle damit außerdem viel zu selten wirklich auf die Nase … ein Teufelskreis.

Das beste Beispiel sind unsere allmonatlichen Bastelaufgaben. Die stehen im Regelfall mit 4-wöchtiger Vorankündigungsfrist fest. Und ab eben diesem Zeitpunkt fang ich an zu grübeln, mir die Haare zu raufen und wilde Flüche ausstoßend in der Wohnung umherzulaufen (in GENAU DIESER Reihenfolge). Um dann im entscheidenden Moment – meist einen Tag vor Abgabefrist – plötzlich einen lichten Moment zu haben und wie im Rausch irgendein Teil fertig zu basteln, von dem ich vorher noch nicht mal den Namen kannte. Aber Fakt ist: es funktioniert. Warum also sollte ich die Strategie ändern? ;-)

Allerdings belastet mich das mental ganz arg (ja, lacht ruhig). Aber ich wäre gerne ein vorbildliches Streberlein, dass immer alles pünktlich (am besten schon gestern) und in bester Manier fertig hat und zufrieden lächelnd überreichen kann – OHNE Schweißperlen auf der Stirn, den noch feuchten Kleber an den Fingern, ein schiefes Grinsen im Gesicht und immer dieser Angst im Nacken, der Beschenkte könnte ZU FRÜH auf den Stempelabdruck draufpaddeln, weil ja die Farbe noch gar nicht trocken ist … ja, ja …

2. Eine Angewohnheit von mir, bei der mich meine Mitmenschen entweder mitleidig oder mit diesem genervten Augenrollen anschauen: ich leg abgebrannte Streichhölzer grundsätzlich wieder zurück in die Packung. :-) Ich nenne das rückwirkende Familienzusammenführung. Aber immer schön ordentlich mit dem Köpfchen in die andere Richtung. Damit man sofort die ollen von den noch feurigen unterscheiden kann. Also, zumindest ICH kann das. Den lieben Menschen in meiner Umgebung erschließt sich diese Logik meist erst mit einiger Verzögerung und so ernte ich immer wieder ein unwilliges: „Was soll das denn sein???“ „Kannst Du nicht einfach …?“ „Wie soll ich denn jetzt hier …???“ „Grummelschnief“ … aber ich mag das so. Das gehört so ;-)

3. Meine Lieblingsmacke: Ich bin schüsselsüchtig. Jawollja. Ich mag Schüsseln in jeder Zustandsform – und zwar ALLE und STÄNDIG! Ab und zu tun mir die lieben Menschen in meiner Umgebung den Gefallen und lassen mit gespieltem Entsetzen eine meiner Schüsselschätzchen auf dem Küchenfliesenboden grausam zerschellen … damit ich mir wieder NEUE kaufen kann *ggg* Im Laden find ich die Dingerchen dann sogar mit geschlossenen Augen, denn die rufen ganz laut meinen Namen (müsst Ihr bei Eurem nächsten Einkauf mal drauf achten!). Deshalb ist es auch glatt für die Katz, dass der mir Angetraute jedes Mal mit ausgeklügelter Navigation versucht, mich um die kritischen Abteilungen herumzulotsen. OHNE mich! So’ne Schüssel findet bei mir immer Asyl. Und vor allem findet sie immer MICH, ohne dass ich bewusst danach suchen muss. Ist wohl ein Naturgesetz: Bine + Schüssel = Glückseligkeit :-)

So, das wäre dann meine Beichte für diese Woche. Und jetzt muss ich den Spaß noch an 3 Bloggerleins weiterreichen. Aber ich nehm nur 2 (noch ne Macke: ich mach nur ganz selten das, was ich soll *ggg*) und zwar: meine Lieblings-Manu und die süße Mireille, denn bei den beiden bin ich echt auf die Mackenbeichte gespannt. Also, legt mal los, Mädels! :-)

Eure Bine

Kommentare:

Ivi hat gesagt…

Hach, jetzt weiß ich warum ich dich getaggt habe...es ist ZU SCHÖN von dir zu lesen, das du noch nicht wischfeste Sachen verschenkst *ggggggg*...
Ich finde deine Macken sehr schön (bis auf das mit den Streichhölzern, da werde ich auch muffig *gg* )
Liebe Grüße Ivi

Inge hat gesagt…

Ja, das "letzteSekundeSydrom" habe ich auch. Von Kindheit an. Ich habe Seminare zum Zeitmanagement mitgemacht, hat nix gebracht, ich bin immer am letzten Tag dran.
Statt einer Schüsselmacke habe ich eine Plastikbehältermacke. Man könnte es ja noch mal gebrauchen.
Such is Life!
Einen schönen Sonntag!!!
Inge

Pati hat gesagt…

Liebe Sabine!

Ich habe mich köstlich amüsiert, Deine Lieblingsmacken zu lesen. Ich find sie total süss und sympathisch, denn ich bin übrigens auch eine "auf den letzten Drücker-erledigen-Person." ;-)
Deine Werke und Dein Blog finde ich wunderschön! Schaue immer wieder gerne bei Dir vorbei.

Liebe Grüsse aus dem fernen Australien!
Pati